Das aktuelle Programm gibt es hier als PDF zum Herunterladen.



Freitags 16.00 Uhr (2x monatlich) - Lust auf Kunst

Nouria Khadeeva


mit der diplomierten Kunstlehrerin und Malerin
Nouria Khadeeva


www.nkkunst.de

Malerei, Zeichnen, Aquarell für Anfängerinnen und Fortgeschrittene. Material ist mitzubringen.

Nächste Termine: 1. und 3. Freitag im Monat. 

05. + 19. Januar

02. + 16. Februar

02. + 16. März

06. + 20. April

04. + 18. Mai

01. + 15. Juni

Keine Anmeldung erforderlich.

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72 , E-Mail: bildung(at)schokofabrik.de, Tel: +49 (0)30 - 615 29 99

 

Aktuelle Ausstellung im Seminarraum

 


Donnerstag 26.04.2018, 18.30 Uhr - Der tiefe Riss - Wie Politik und Wirtschaft Eltern und Kinderlose gegeneinander ausspielen


Buchbesprechung mit Renate Witt


Unser Sozialsystem benachteiligt Eltern, weil wir zwar Kinder brauchen, um es zu finanzieren, Kinder groß zu ziehen aber kaum honoriert wird. Arbeitgeber bevorzugen Mitarbeiterinnen ohne Kinder, weil sie flexibler einsetzbar erscheinen. Dadurch ist Kinderlosigkeit gerade für gut ausgebildete Männer und Frauen ein attraktives Lebensmodell geworden. Kinderlose wiederum zahlen in den meisten Unternehmen mit Überstunden für fehlgeschlagene Vereinbarkeitspolitik der vergangenen Jahre. Dieses Buch tritt an, um diesem Zustand ein Ende zu bereiten. Es streitet für ein Umdenken in den Unternehmen und für ein völlig umgestaltetes, gerechteres gesellschaftliches Modell.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

 

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72



Lange Buchnacht in der Oranienstrasse: Samstag 26.05.2018, 18.30 Uhr - Andersrum ist auch nicht besser

Tania Witte, Autorin u. Journalistin, ist wieder einmal in Berlin und liest erstmals aus ihrer Kolumne

Bild: © Risk Hazekamp

Im Wechsel mit Steffen Jan Seibel bestückt Tania Witte die preisgekrönte ZEITmagazin-Kolumne Andersrum ist auch nicht besser. Die Jury des Felix-Rexhausen-Preises schrieb 2016 über die Kolumne: „Es geht um Muskelschwule mit Malteserhündchen und Lesben mit dreibeinigem Dackel, um eine mysteriöse Fähigkeit, mit deren Hilfe Homosexuelle andere Homosexuelle orten, und um deren symbiotischen Look, der Homos in Beziehungen schneller ereilt als Heteros. Steffen Jan Seibel und Tania Witte nehmen ihren Alltag, ihre Beziehungen, die Szene und die heterosexuelle Umwelt unter die Lupe. Ihre Texte sind witzig, derb und selbstironisch – die Jury hat beim Lesen viel gelacht.“

Keine Anmeldung notwendig!

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Ort: Treffpunkt, Mariannenstr. 6, Hinterhaus



Lange Buchnacht in der Oranienstrasse: Samstag 26.05.2018, 19.00 Uhr - Die 68erinnen - Porträt einer rebellischen Frauengeneration

Nicht alle haben zu dieser Veranstaltung im Januar bei uns einen Platz bekommen. Deshalb freuen wir uns, Euch einen Nachfolgetermin anbieten zu können.
Damit auch die interessierten Männer teilnehmen können, in Kooperation mit dem Südblock.

 

Lesung und Gespräch mit Ute Kätzel

Im Januar 1968 gründeten in Berlin Marianne Herzog, Helke Sander u.a. den „Aktionsrat zur Befreiung der Frauen“. Sie kritisierten, dass die „68er“ in ihren Konzepten zur Veränderung der Gesellschaft die sogenannte „Frauenfrage“ vergaßen. Die Frauen wehrten sich, es entstand die Neue Frauenbewegung. Das alles ist Geschichte. Vieles konnte von Feministinnen, Lesben und Queer People erkämpft werden. Doch die letzte Bundestagswahl hat gezeigt, dass nichts, was wir heute an Freiheiten und Bürger*innenrechten haben, selbstverständlich ist. Von der Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern sind wir immer noch weit entfernt. Ute Kätzel liest aus ihrem Buch, das auf lebensgeschichtlichen Interviews beruht. Es gilt als ein Standardwerk zum Thema.

Keine Anmeldung notwendig!

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Ort: aquarium (Südblock), Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin



Mauerspaziergang

 

Treffpunkt: Hof Mariannenstraße 6

Ständiges Angebot ab 5 Teilnehmerinnen!

Wir erinnern an besondere Ereignisse an diesem Mauerabschnitt, an die dort Erschossenen, an einen Sprengstoffanschlag und vieles mehr. Wir würden uns freuen, wenn Kreuzbergerinnen und Bewohnerinnen aus Mitte dazukämen, um ihre persönlichen Erinnerungen einzubringen. Renate Witt lebte bis 1980 in Friedrichshain und dann in Kreuzberg.

Nur mit Voranmeldung!

Voranmeldung unter: renatewitt(at)schokofabrik.de oder unter Tel. +49 (0)30 - 615 29 99



Vergangene Veranstaltungen



Freitag 20.04.2018, 19.00 Uhr - Maternidades subversivas

Lesung über Subversive Mutter*- und Elternschaft(en) mit der Autorin Maria Llopis

spanisch mit deutscher Übersetzung durch das Dolmetschkollektiv Interprise

 

Bild: © Joan Turu

 

Mutterschaft und Mütterlichkeit nehmen in aktuellen feministischen Debatten im deutschsprachigen Raum leider wenig Raum ein. So wird oft auf die retraditionalisierenden Tendenzen in Bezug auf Schwangerschaft und Kinder hingewiesen, die links-feministischen Kontexten und Aktions-formen entgegenzustehen scheinen. Umso wichtiger erscheint jedoch eine Auseinandersetzung mit emanzipatorischen Deutungen des Muttertopos und queer-feministischen Problematisierungsweisen der Lebensrealitäten von Müttern*/Eltern. Genau das hat sich die valencianische Aktivistin und Künstlerin Maria Llopis in ihrem Buch „Subversive Elternschaft(en)” zum Anliegen gemacht. In 18 Interviews stellt sie ganz unterschiedliche Erfahrungen zu den Themen extatische Entbindung, Mutterschaft und Sexualität und Pornografie, Co-Elternschaft, queere Kindererziehung, transhack-feministische Mutterschaft, Ursprünge und Philosophie der traditionellen Hebammenkunst und Gynäkologie, Laktivismus, Ko-Stillen, postkoloniale Perspektiven auf Mutterschaft, Ökofeminismus, kreative Care Arbeit und viele andere Formen subversiver Elternschaft(en) vor.

Die Veranstaltung ist offen für Frauen*.

 

 

Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

 

Es gibt ein Kinderbetreuungsangebot nebenan in der Kita Schokokids. Bitte meldet euch bei Bedarf.




Mittwoch 21.03.2018, 19.00 Uhr - Kairo 678 - Feminismus in Ägypten - Gewalt und Gegenwehr

Film von Mohamad Diab, Ägypten


Ein Ägypter dreht einen feministischen Spielfilm? Aber ja. Mohamed Diabs "Kairo 678" ist ein Protestschrei, der sich aus konkret verbürgten Fällen speist - von der sexuellen Belästigung im Bus bis zur vollzogenen Vergewaltigung. Mit dem Bus 678 fährt Fayza (Bushra Parwani) nach der Arbeit quer durch Kairo nach Hause. Lieber würde sich die erschöpfte junge Frau ein Taxi leisten, doch das Schulgeld für zwei Kinder will bezahlt sein, und der Mann verdient mit Gelegenheitsarbeiten nicht genug. Fayzas Kleidung verhüllt Körper und Haar, sie erfüllt das Bild der züchtigen Frau nach dem Denkschema ihrer Kultur vollkommen, dennoch wird sie im Bus sexuell belästigt und verfolgt. Der übliche Trick der Täter: Sie drängen sich mit einer Zitrone in der Hosentasche an eine Frau heran – und nutzen deren Schockstarre für umso intimere Übergriffe im Schutz der Menge. Jede laute und direkte Abwehr wäre zwecklos, sie würde allein die Frau als Schuldige bloßstellen. Die Fahrgäste ignorieren solche Vorfälle, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

 

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

 

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72


Resümee

Wir haben uns sehr über das große Interesse am Film gefreut. Es ist auch ein wunderbarer Film, der es trotz schwieriger Thematik an Humor nicht fehlen lässt.

Wegen der großen Nachfrage haben wir ihn am 22.03.2017 gleich noch einmal gezeigt.

Dank auch an die Medienzentrale des ADK (medienzentrale(at)akd-ebbo.de) für die Ausleihe.




Montag 05.03.2018, 19.00 Uhr - Lesben raus - Für mehr lesbische Sichtbarkeit

Autorinnenlesung mit Stefanie Kuhnen

28 Autor*innen beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven das Thema „lesbische Sichtbarkeit“ und gehen der Frage nach: Wo sind sie denn, die lesbischen Frauen? Welche Vorteile und welche Nachteile bringt eine erhöhte Sichtbarkeit? Was führt zur Unsichtbarkeit? Und wie kann mehr Sichtbarkeit in allen Bereichen der Gesellschaft hergestellt werden?

Bild:© Martin Pelzer

 

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

 

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72



Dienstag 06.02.2018, 18.30 Uhr - Medical Apartheid von Harriet Washington

Buchbesprechung mit Katharina Oguntoye, Historikerin u. Projektleiterin von Joliba

Bild rechts: Harriet Washington

„Medizinische Rassentrennung“ ist die erste und vollständigste Geschichte des Experimentierens an Afroamerikanern, vom Zeitalter der Sklaverei bis zum heutigen Tag. Seit den frühesten Begegnungen zwischen schwarzen Amerikanern und weißen Forschern und Pseudowissenschaftlern wurden Schwarze ohne ihr Wissen für medizinische Experimente missbraucht, eine Tradition, die bis heute in Teilen der schwarzen Bevölkerung anhält. Es begann mit Grabräuberei, Leichenöffnungen und Sezieren. Im 20. Jahrhundert wurde unter dem Deckmantel von Eugenik und anderen Pseudowissenschaften und des verbreiteten sozialen Darwinismus die unzureichende medizinische Versorgung gerechtfertigt und auf Grund der „wissenschaftlichen Erkenntnisse“ propagiert, dass Schwarze biologisch "untergeordnet", "sexbesessen" und "ungeeignet" sind, Verantwortung zu übernehmen. Beteiligt an diesen Gräueltaten waren nicht nur Krankenhäuser, sondern auch die Streitkräfte, Gefängnisse und private Einrichtungen, mit Wissen und im Auftrag der Regierung. Die jahrelange Forschung der Autorin offenbart, weshalb die schwarze amerikanische Bevölkerung den medizinischen Einrichtungen mit tiefem Misstrauen begegnet.

 

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

 

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72


Resümee

Katharina Oguntoye (Bild links) hat uns diese schwere Thematik sehr nahe gebracht. Es ist klar geworden, warum die schwarze Bevölkerung in den USA und auch anderen Länder dem westlichen Gesundheitssystem so skeptisch gegenüber steht und gleichberechtigte Behandlung zu wenig einfordert. 

Das Buch sollte unbedingt ins Deutsche übersetzt werden. 


Donnerstag 01.02.2018, 19.00 Uhr - Mandu Yenu

Film von Peter Heller, 60 min, mit seiner freundlichen Genehmigung

Gespräch mit Wanda Lehmann, Restauratorin, und Luzie Lehmann, angehende Kulturwissenschaftlerin

Bilder: © Ethnologisches Museum Berlin

Die Geschichte eines afrikanischen Königsthrones, Mandu Yenu, der bis vorkurzem im Berliner Völkerkundemuseum bestaunt wurde: Das Symbol der Macht des Königs der Bamoun erhielt der deutsche Kaiser vor gut hundert Jahren aus der Kolonie Kameruns zum Geburtstag „geschenkt“. Der Film schildert die Begegnung eines schwarzen Königs mit den Europäern, er gibt ein Bild von der hohen Kultur der vorkolonialen Zeit in Westafrika und von der Selbstherrlichkeit der deutschen „Herrenmenschen“, die als Eroberer gekommen sind. Die Referentinnen haben die Geschichte, speziell die der afrikanischen Exponate, die künftig im Humboldtforum gezeigt werden sollen, recherchiert.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Regenbogenfabrik, Kinosaal, Lausitzer Straße 22



Resümee

Dank Marc Elies konnten wir die Veranstaltung mit dem Filmbeitrag „Transparent Walls“, eine Gemeinschaftsproduktion von archefilm und Bamenda filmschool, beginnen. 

Dieser und der Film „Mandu Yenu“ von Peter Heller filmkraft hat uns eindrücklich den Hintergrund und die Herkunft des Königthrones der Bamoun nahegebracht.

Die Referentinnen haben uns viele Informationen und unterschiedliche Standpunkte zum Thema Humboldtforum geliefert. Sehr interessante Gespräche im Anschluss und der Wunsch nicht nur in akademischen Kreisen darüber zu entscheiden, was wie und wo in unseren Museen präsentiert wird.

Die Mehrheit findet, dass Kolonialgeschichte immer noch viel zu sehr vernachlässigt wird.

 


Mittwoch 24.01.2018, 18.30 Uhr - Die 68erinnen - Porträt einer rebellischen Frauengeneration

Lesung und Gespräch mit Ute Kätzel

Im Januar 1968 gründeten in Berlin Marianne Herzog, Helke Sander u.a. den „Aktionsrat zur Befreiung der Frauen“. Sie kritisierten, dass die „68er“ in ihren Konzepten zur Veränderung der Gesellschaft die sogenannte „Frauenfrage“ vergaßen. Die Frauen wehrten sich, es entstand die Neue Frauenbewegung. Das alles ist Geschichte. Vieles konnte von Feministinnen, Lesben und Queer People erkämpft werden. Doch die letzte Bundestagswahl hat gezeigt, dass nichts, was wir heute an Freiheiten und Bürger*innenrechten haben, selbstverständlich ist. Von der Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern sind wir immer noch weit entfernt. Ute Kätzel liest aus ihrem Buch, das auf lebensgeschichtlichen Interviews beruht. Es gilt als ein Standardwerk zum Thema.


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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de


Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72


Resümee

Wir danken Ute Kätzel für die wunderbare Veranstaltung. Es ist ihr gelungen uns in die Zeit des Aufbruchs mitzunehmen und die Errungenschaften bis heute aufzuzeigen. Wie geht es weiter? Die Problematik ist komplexer geworden. Wir finden sie in allen Lebenszusammenhängen.

Die Veranstaltung und die lebhafte Diskussion mit den Teilnehmerinnen* war inspirierend und ermutigend, sich darüber mehr Gedanken zu machen.

Es haben leider nicht alle einen Platz gefunden. Wir leiten Anfragen für eine Veranstaltung anderenorts gern an die Referentin weiter.

 


Freitag 24.11.2017, 18.30 Uhr - Nein, und immer wieder nein!

Podiumsdiskussion zu sexualisierter Gewalt / Diskriminierung mit Christine Clemm (Rechtsanwältin), Lea Wagner (Journalistin), Maria Noe  (LARA) und Sophia Weiss (Autorin)

Moderation Waltraud Schwab


 

Sexualisierte Gewalt gegen Frauen* ist keine Seltenheit. Mehr als ein Drittel der in Deutschland lebenden Frauen* gibt an, diese Erfahrung bereits gemacht zu haben. Die wenigsten von ihnen zeigen die Taten allerdings an. Der Anfang 2016 gestartete taz-Blog "Heimweg" gibt ihnen eine Stimme, indem das Erlebte anonym erzählt werden kann.

Eigentlich sollte der Blog mit einer Abschluss-Veranstaltung im taz-Café Anfang Februar diesen Jahres geschlossen werden. Die Rückmeldungen der Anwesenden zeigten, wie empowernd das Sichtbarmachen der Geschichten ist. Der Wunsch nach weiteren Möglichkeiten des Austausches wurde deutlich. Gemeinsam mit Expertinnen* verschiedener Fachrichtungen soll diese Veranstaltung Raum bieten von Erfahrungen zu erzählen und hilfreiche Strategien zu entwickeln.

Lea Wagner hat den Blog ausgewertet und berichtet über eigene Erlebnisse. Die Rechtsanwältin Christina Clemm wird die derzeitige Gesetzeslage erörtern. Maria Noe, Mitarbeiterin der Beratungsstelle LARA, Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen*, wird von ihrer täglichen Arbeit berichten. Sophia Weiss ist Autorin des Buches „Sehnsucht nach Mutterland“. Ihr besonderes Anliegen ist es, die Erfahrung des Verletzt-worden-Seins aus der Kammer der Privatsphäre und aus den Praxen der Therapeutinnen* zu holen, und Frauen*-Räume zu öffnen, in denen diese Erfahrungen geteilt werden können. 

Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

Resümee

Am Abend vor dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen kamen zahlreiche Besucherinnen in die Schoko, um mit unserem Podium zu diskutieren, warum „Nein, und immer wieder nein!“ aktuell bleibt und wie wir einer Gesellschaft ohne Gewalt gegen Frauen näher kommen können. Es entstand ein sehr anregender Austausch mit Perspektiven aus Justiz, Journalismus, Beratungsstellen und persönlichen Erlebnissen, den die Besucherinnen rege mitgestalteten. Wir sprachen u.a. über #metoo, die Tabuisierung und Straflosigkeit von sexualisierter Gewalt und überlegten, wie wir sowohl online als auch offline dagegen angehen können. Abschließend zeigten die Referentinnen aber auch Fortschritte und Erfolge von bisherigen Kämpfen auf und aus dem Publikum wurde der Wunsch nach mehr Vernetzung und Solidarität über die Veranstaltung hinaus geäußert. Wir bedanken uns herzlich bei den Referentinnen und Teilnehmerinnen für den spannenden und bewegenden Abend, der auch über die Veranstaltung hinausweist.


Dienstag 10.10.2017, 19.00 Uhr - Die haben gedacht, wir waren das

 

mit Özge Pinar Sarp, Autorin, Politologin, Beobachterin der NSU-Prozesse

in Kooperation mit der Regenbogenfabrik

Der NSU steht für eine in der bundesdeutschen Geschichte rassistische Mordserie deutscher Neonazis. Das Buch „Die haben gedacht, wir waren das“ stellt erstmals die Perspektiven derer in den Mittelpunkt, die den rechten Terror und Rassismus tagtäglich am eigenen Leib erleben. Özge Pinar Sarp beobachtet die Aufarbeitung des NSU-Komplexes. Die jahrelangen Prozesse der Aufklärung begleitet sie nicht nur als Prozessbeobachterin, sondern ist zugleich aktive Kämpferin um Gerechtigkeit für die Opfer rassistischer Gewalt. Sie liest aus ihrem Sammelbandbeitrag zur Bedeutung rechtsterroristischer Morde von 1980 bis heute für Betroffene und Türkei-stämmige Communities in Deutschland. Neben eigenen Eindrücken aus der Prozessbeobachtung berichtet sie von Erfahrungen und Begegnungen mit den Opferfamilien und Betroffenen sowie ihren eigenen Erfahrungen.  

Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Regenbogenfabrik, Kino, Lausitzer Str. 22



Resümee

Wir haben uns sehr über das zahlreiche Interesse an unserer Veranstaltung „Die haben gedacht, wir waren das“ gefreut. Özge hat uns die Lage und Befindlichkeiten der Hinterbliebenen sehr eindrucksvoll nahe gebracht. Juliane brillierte in der Moderation. Obwohl anfänglich das Gespräch mit dem Publikum zögerlich in Gang kam, hat sie es verstanden, diese Pause aus Betroffenheit gut zu überbrücken.

Appell an die Gesellschaft: Der Tag X darf nicht das Ende der Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsradikalismus und Rassismus gegen Migranten sein und wieder einmal zu den Akten gelegt werden. 

 


Resümee zur Gesundheitsreihe

Unsere Veranstaltungen zu Frauengesundheit fanden gute Resonanz. Der „Seelengarten“ mit Frau Sichelschmidt hat den Besucherinnen gute Anregung zur Achtsamkeit auf sich selbst mit auf den Weg gegeben. Michaela Grigat gab uns wertvolle Hinweise im Verhalten zu unserer oft so anstrengenden Umwelteinflüssen, denen wir besonders in der Großstadt ausgesetzt sind. Caroline C. El-Masri und Annette Kerckhoff haben uns hilfreiche Anwendungsmöglichkeiten von Hausmitteln, die wir meist in der Küche vorrätig haben, aufgezeigt. Der Vortrag und das Gespräch von und mit Anke Soumah war besonders ermutigend für die teilnehmenden jungen Frauen. Wir danken den Referentinnen noch einmal ganz herzlich.

 


Mittwoch 04.10.2017, 18.30 Uhr - Geburt: Bedrohtes Welt-Naturerbe?

 

Vortrag und Diskussion mit Anke L. Soumah, HP und Doula/-ausbilderin der Gesellschaft für Geburtsvorbereitung

Geburt ist ein physiologischer Vorgang, der den Fortgang der Menschheit sichert. Deshalb ist er von Natur aus auf Erfolg ausgerichtet. Und doch gibt es keinen anderen natürlichen Vorgang, dem mit einem vergleichbaren grundsätzlichen Misstrauen begegnet wird. Die Folge ist die Medikalisierung und Pathologisierung von Schwangerschaft und Geburt: Kein anderer physiologischer Vorgang findet routinemässig in 98% aller Fälle im Krankenhaus und unter medizinischer Überwachung statt.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

 

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72



Mittwoch 20.09.2017, 18.30 Uhr - Hausmittel aus aller Welt


Vortrag und Gespräch mit Dr. Annette Kerckhoff und Caroline Contentin El-Masri

Es sind die Frauen, die sich damit auskennen, wie Heilmittel aus Küche und Garten eingesetzt werden, als Tees, Auflage, Tinktur, Umschlag oder Einreibung, zur Vorbeugung, im Krankheitsfall und nicht zuletzt für die Schönheit. Gemeinsam haben die Werkstatt Ethnologie e.V., die Carstens-Stiftung "Natur und Medizin" und die Neuköllner Stadtteilmütter in den letzten Jahren Workshops zu „Hausmitteln aus aller Welt" gemacht. Auf diesen Veranstaltungen sind viele  interessante Rezepte ausgetauscht worden, die nachrecherchiert und in einem Buch niedergeschrieben wurden. Caroline Contentin El-Masri, Sozial- und Kulturanthropologin im Bereich Medizinethnologie, und Dr. Annette Kerckhoff, Gesundheitswissenschaftlerin, Heilpraktikerin, Lehrbeauftragte in naturheilkundliche Selbsthilfe, werden an diesem Abend über die sozialen und kulturellen Aspekte von Gesundheit und Heilung einerseits, die Rezepte und die Heilwirkungen der verwendeten Zutaten andererseits sprechen. Im Anschluss freuen wir uns auf einen weiteren Austausch und die Vernetzung von Frauen, die sich für die Themen Gesundheit, „Medizin aus der Küche“ und Selbsthilfe interessieren.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

 


Dienstag 12.09.2017, 18.30 Uhr - Gesund leben, gesund älter werden – (Wie) geht das in der Großstadt?


Vortrag und Gespräch mit Michaela Grigat HP


Gesundheit ist kein statischer Zustand, sondern ist gekennzeichnet durch die Fähigkeit, Stressoren gut ausbalancieren zu können. Hierbei wird zwischen inneren und äußeren Einflussfaktoren unterschieden. Ein Übergewicht  schädigender gegenüber fördernden Einflüssen führt zu Beschwerden und Krankheiten. In einer Großstadt wie Berlin gehören zu den äußeren Faktoren unter anderem Feinstaubbelastung, Lärm, Elektro- und Mobilfunksmog, dazu addieren sich Chemikalien aus Nahrung, Wohnumfeld und Kosmetik, die Enge im Straßenverkehr… Innere Faktoren haben sowohl psychisch-emotionale Anteile, wie z.B. der inneren Haltung dem Leben gegenüber, aber auch mit physischen Gegebenheiten, wie der -  auch altersabhängigen - individuellen Entgiftungsfähigkeit, der Versorgung mit Nährstoffen u.v.m. zu tun. Was also bedingt ein gesundes Leben? Ist es in einer Großstadt von heute auf Dauer möglich? Welche Möglichkeiten haben wir selbst, um gesünder zu werden und gut zu altern? Der Vortrag bietet eine Übersicht über umweltmedizinische und gesundheitsfördernde Erkenntnisse, basierend auf bewährtem traditionellen Heilwissen und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Referentin ist Heilpraktikerin seit 1994 und seit vielen Jahren in eigener Praxis vollselbstständig niedergelassen. Sie verfügt über umfangreiche Ausbildungen in traditionellen europäischen und ostasiatischen Heilmethoden.

www.hp-grigat.de

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de


Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72


Freitag 01.09.2017, 18.30 Uhr - Mein Seelengarten - Selbstwahrnehmung und Abgrenzung


Vortrag und Gespräch mit Coelestine Sichelschmidt von Kuyck

Ein Garten ist ein umzäuntes Gebiet, in dem gepflanzt wird. Was könnte gemeint sein mit Seelengarten? Jeder Mensch besitzt etwas, was sein „Selbst“ ausmacht. Dieses sollte gehegt,  gepflegt und beschützt werden. Was pflanzen wir in unseren Garten? Blumen, Bäume, Gräser, Heilpflanzen..... . Sie wollen gegossen und geliebt werden, damit sie wachsen und gedeihen. Wir freuen uns an Schmetterlingen, hübschen Käfern, Eidechsen und Vögeln. Wir beschützen unser Werk durch Abgrenzung, einer Mauer zum Beispiel. Woraus bauen wir diese? Ab und an möchten oder müssen  wir unseren Garten verlassen.

Deshalb gibt es ein Tor. Womöglich wundern wir uns manchmal oder gar öfter über zertrampelte Beete und Unrat, der sich im Garten sammelt. Hatten wir ungebetenen Besuch? Deshalb sollten wir gut darauf achten, das Gartentor immer gut zu schließen.

Während meiner Kur in Schloss Hamborn durfte ich an dem Vortrag von Frau Dr. Sichelschmidt von Kuyck „Mein Seelengarten“ teilnehmen. Ich war so begeistert, dass ich sie im September 2014 erstmals zu uns eingeladen hatte. Die Teilnehmerinnen waren ebenso begeistert wie ich. Viele baten um eine Wiederholung. Jetzt können wir der Bitte nachkommen. 

Rechtzeitige Anmeldungen sichern Plätze! (Renate Witt)

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Anmeldung unter bildung(at)schokofabrik.de.

 

Ort: Treffpunkt, Mariannenstr. 6. Hinterhaus, 3. OG

 


Sonntag 13.08.2017, 11.00 Uhr - ca. 14.00 Uhr - Mauerspaziergang

©Foto: imago/Carmen Schucker

Wo war eigentlich die Mauer in Kreuzberg? Wir gehen vom Mariannenplatz über das Engelbecken, den Moritzplatz zum Checkpoint Charlie. Wir erinnern an besondere Ereignisse an diesem Mauerabschnitt, an die dort Erschossenen, an einen Sprengstoffanschlag und vieles mehr. Wir würden uns freuen, wenn Kreuzbergerinnen und Bewohnerinnen aus Mitte dazukämen, um ihre persönlichen Erinnerungen einzubringen. Renate Witt, die die Führung anbietet, lebte bis 1980 in Friedrichshain und dann in Kreuzberg.

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Treffpunkt: Frauenzentrum Schokofabrik, Hof Mariannenstr. 6

Nur mit Voranmeldung unter: renatewitt(at)schokofabrik.de

 


Samstag 01.07.2017, 13.30 - ca. 17.00 Uhr - Charlotte von Mahlsdorf - Ich bin meine eigene Frau


Besuch des Gründerzeitmuseums in Mahlsdorf
davor Vortrag zur o. g. Biografie von Renate Witt im Gutspark

© dpa

Wie man als schwuler Transvestit, eine Minderheit innerhalb einer Minderheit, Naziherrschaft und SED-Bürokratie in Deutschland überlebt und - vor allem - lebt, davon erzählt Charlotte von Mahlsdorf in ihrer ungewöhnlichen Biographie "Ich bin meine eigene Frau". Charlotte von Mahlsdorf zieht mit ihrem glänzenden Erzähltalent jede*n in ihren Bann. Charlotte von Mahlsdorf, 1928 als Lothar Berfelde im Berliner Vorort Mahlsdorf geboren, war eine faszinierende Persönlichkeit, eine couragierte Außenseiterin und Zeitzeugin, wie man nur noch wenige trifft. Unter einem tyrannischen Vater, der den mädchenhaften Knaben zu einem "echten" Soldaten machen wollte, wächst sie im Deutschland der Nazis auf. Auch die SED-Bürokratie, die ihr das private Gründerzeit-Museum wegnehmen wollte und sie zur "unerwünschten Person" machte, übersteht Charlotte in Faltenrock und Kittelschürze. 

Wir bekommen vor Ort eine Extraführung, Voraussetzung mind. 10 Personen.
Die Betreiber des Museums kannten Charlotte von Mahlsdorf noch persönlich.

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Treffpunkt: S-Bahnhof Jannowitzbrücke an der Rolltreppe, 13.30 Uhr, Museumseintritt 3,50 € (Erm. erfragen)

Bitte unbedingt anmelden bis 28.06.2017 unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Resümee

Schon in der S-Bahn begann Renate Witt aus dem Leben von Charlotte von Mahlsdorf zu erzählen. Es regnete nicht, so konnten wir unser Gespräch im Garten fortsetzen. Charlotte war schon eine besondere Persönlichkeit, die ihr Leben mit einem großen Selbstverständnis in die Hand nahm. Die Führung durch die Räume, mit vielen persönlichen Erinnerungen an sie, war beeindruckend - besonders ihre geliebten Musikgerätschaften.